4. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
Streusalz-Verbot in Köln: Welche Streumittel erlaubt sind und was sie taugen
Sand, Splitt, Lavagranulat oder doch Salz? Was die Kölner Satzung erlaubt, wie die Mittel wirken, was sie kosten und wie sie entsorgt werden.

Jeden Winter landen in deutschen Baumärkten Tonnen von Streusalz in den Einkaufswagen. In Köln ist das auf Gehwegen allerdings verboten – und das aus guten Gründen. Dieser Artikel erklärt, was stattdessen erlaubt ist und wie Sie das richtige Mittel für Ihre Flächen wählen.
Was die Kölner Satzung vorschreibt
Die Straßenreinigungssatzung der Stadt Köln ist eindeutig: Auf Gehwegen dürfen nur abstumpfende Stoffe wie Granulat oder Sand verwendet werden. Salz und andere auftauende Mittel sind grundsätzlich untersagt. Ausnahmen gelten nur für Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgänge, Gefällstrecken und ähnliche Gefahrenstellen – also dort, wo abstumpfende Mittel allein nicht ausreichen.
Warum Streusalz verboten ist
- Bäume und Pflanzen: Salz zieht Wasser aus den Wurzeln und schädigt Straßenbäume dauerhaft.
- Böden und Grundwasser: Das Chlorid reichert sich an und gelangt in Gewässer.
- Bauwerke und Fahrzeuge: Salz greift Beton, Metall und Pflasterfugen an.
- Tiere: Hundepfoten werden wund, Vögel vergiften sich.
Die erlaubten Streumittel im Vergleich
Splitt
Gebrochenes Gestein mit scharfen Kanten, sehr griffig, auch auf vereisten Flächen. Wiederverwendbar, wenn er im Frühjahr aufgekehrt und gesiebt wird. Nachteil: kann in Hauseingänge getragen werden und Bodenbeläge zerkratzen.
Lavagranulat
Poröses vulkanisches Gestein, leichter als Splitt, saugt Schmelzwasser auf und bleibt lange griffig. Beliebt vor Eingängen und auf Terrassen. Etwas teurer als Splitt.
Sand
Günstig und für empfindliche Beläge geeignet. Wirkt bei dickem Eis weniger gut und wird schneller weggetreten – muss häufiger nachgestreut werden.
Salz – nur an Gefahrenstellen
Auf Treppen oder steilen Rampen kann Salz erlaubt sein, weil dort abstumpfende Mittel nicht genügen. Sparsam und gezielt einsetzen, nie flächig.
Wie viel streuen – und wann?
Richtwert für Splitt und Granulat sind etwa 50 bis 100 Gramm pro Quadratmeter. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Vorbeugend streuen, bevor überfrierende Nässe zu Glatteis wird, ist wirksamer und günstiger als nachträglich. Professionelle Dienste werten dafür die Glättewarnungen des Deutschen Wetterdienstes aus.
Entsorgung nach dem Winter
Was im Winter Halt gibt, ist im Frühjahr Dreck und Rutschgefahr. Die Satzung verlangt, dass Streugut nach der Tauphase entfernt wird. Splitt lässt sich maschinell aufkehren, sieben und im nächsten Winter wiederverwenden; Sand und verschmutztes Material werden entsorgt. Mehr dazu unter Entsorgung von Streugut.
Fazit
Für Gehwege in Köln sind Splitt und Lavagranulat die beste Wahl: griffig, satzungskonform, wiederverwendbar. Sand eignet sich für empfindliche Flächen, Salz nur für Treppen und Rampen. Wer den Winterdienst an einen Fachbetrieb gibt, muss sich um Auswahl, Lagerung und Entsorgung nicht kümmern – unser Streudienst arbeitet ausschließlich mit zugelassenen Mitteln.
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